Achtung - Nebenwirkung!


Falls du schon mal in einem Sound Bath warst oder die Alchemy Crystal Bowls anders erfahren hast, hast du vielleicht gemerkt, dass du danach entspannter warst als vorher, oder besonders gut schlafen konntest etc. Wieso dies so ist, und was der Sound mit deinem Körper und Geist macht, schauen wir uns in diesem Artikel näher an.




Sound Baths bringen uns eine Tiefenentspannung. Der Atem langsamer, der Geist wird ruhiger und der ganze Körper entspannt sich. Das funktioniert aus verschiedenen Gründen und resultiert aus unterschiedlichen Faktoren, von denen ich in diesem Artikel auf einige eingehen werde - zum Beispiel, was mit unseren Gehirnwellen passiert, oder wie unser Nervensystem auf die Entspannung bei einem Sound Bath reagiert. Nebenwirkungen von regelmäßigen Sound Bath können vielgestaltig sein. Die New York Times hat Sound Bath 2005 als “vibrierende Medizin” beschrieben.







Einige mögliche Nebenwirkungen können sein:







  • Verminderung von Ängsten, Stress und Depressionen

  • Verbesserung des Schlafes

  • Tiefenentspannung

  • Aktivierung der Selbstheilung

  • therapeutische Wirkung für Körper und Geist

  • neue Energie, Motivation, Lebensfreude, Lebensqualität

  • Lösen von emotionalen und körperlichen Blockaden

  • Gefühl der Zufriedenheit

  • Stärkung des Immunsystems

  • Beruhigung des Nervensystems

  • Optimierung der Balance der rechten und linken Gehirnhälfte

  • Förderung des Loslassens alter Verhaltensmuster, Gewohnheiten und Glaubensmuster; Veränderungsprozesse


... oder wie Dr. Vijay B. Vad in einem Interview mit der New York Times sagte: “Even if it breaks your cycle for 15 minutes, that’s sometimes enough to have a therapeutic effect.”


Sound kann auch physiologische Effekte haben, denn die Vibrationen werden nicht nur gehört, sondern auch gefühlt. So kann die Herzfrequenz sinken, die Gehirnwellen und der Atemrhythmus werden beeinflusst. Wenn der Herzrhythmus gleichmäßig ist und der Atem tief und langsam, dann sinkt der Stresshormonspiegel im Körper.



Der Autor des Buches “The Healing Power of Sound”, Dr. Mitchell L. Gaynor, beschreibt auch, dass Stress jeden Bereich des Immunsystems unterdrücken kann, woraus man schlussfolgern kann, dass, wenn wir durch Sound in einen Zustand der Ruhe und Entspannung kommen, wir den Stresshormonspiegel im Körper sinken lassen können und dadurch unser Immunsystem stärken. Wie kraftvoll!



Ich stelle immer wieder fest, dass wir darauf konditioniert wurden, Massagen,

Gesichtsbehandlungen, Energiearbeit, Sound Baths oder was auch immer, als ein “Vergnügen” oder als “sich etwas gönnen” zu betrachten und nicht als integralen Bestandteil unserer körperlichen, mentalen, emotionalen und spirituellen Gesundheitspraxis. Ein großer Teil meiner Praxis konzentriert sich darauf, dieses Paradigma zu verändern und neu zu definieren, was und wie wir in uns selbst investieren wollen. Chronischer Stress wird in der Regel nicht in einem einzigen Sound Bath oder einer Healing Session behandelt, es ist ein kontinuierliches “Aufdröseln” unserer unterbewussten Überzeugungen, Gewohnheiten und der Art und Weise, wie wir mit uns selbst sprechen. Dieser chronische Stress verwebt sich mit unserem Körper und kann sich in Form von körperlichen Krankheiten, Schmerzen im Körper, hormonellen Ungleichgewichten und negativen Gedankenmustern manifestieren. Daher sollte man all solche Angebote viel mehr in seinen Alltag integrieren und seine eigene Heilung als einen Prozess ansehen und nicht erst sich eine Massage gönnen, wenn man schon total verspannt ist oder nur zu einem Sound Bath gehen wenn man total erschöpft ist.


"The physical effect of sound has also a great influence upon the human body. The whole mechanism, the muscles, the blood circulation, the nerves are all moved by the power of vibration. As there is resonance for every sound, so the human body is a living resonator for sound." Mitchell L. Gaynor


Heutzutage sind wir oftmals schon so an den Stress im Alltag gewöhnt, dass wir ihn nicht mehr unbedingt als Stress wahrnehmen, sondern als den Normalzustand. Symptome, dass man zu viel Stress im Alltag ausgesetzt ist, können Schlafprobleme sein, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten, Verdauungsprobleme, Herzerkrankungen und Autoimmunerkrankungen. Wenn wir gestresst sind, bildet unser Körper Hormone wie Adrenalin und Cortisol, wodurch unser Herz schneller schlägt und die Atmung flach und kurzatmig wird. Durch die genannten Hormone können Gefühle der Angst und Verunsicherung hochkommen, und Stress reduziert die Fähigkeit des Körpers, sich zu heilen und Krankheiten zu bekämpfen.


Unser Nervensystem


Um die Folgen von Stress besser zu verstehen, wollen wir uns kurz einen Teil des Nervensystems anschauen.


Unser vegetatives Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Sie sind unterschiedlich wie Tag und Nacht: Wird der Sympathikus bei hoher Belastung aktiv, so wird der Parasympathikus es bei Ruhe und Entspannung. Beide brauchen wir in unserem Leben - in einem gesunden Gleichgewicht. Der Sympathikus soll uns schützen, wenn Gefahr lauert und wir sofort reagieren müssen. Daher heißt er auch “Fight or Flight”-Modus: Wenn es brennt, können wir schnell reagieren. Wenn wir eine Sirene hören, schauen wir uns schnell um und gehen sofort aus dem Weg. Das Problem dabei ist, dass wir oftmals den ganzen Tag in diesem Modus leben, obwohl nicht ständig Gefahr lauert. Im Alltag sind wir durchgehend abrufbereit, konzentriert, leicht gestresst, aufmerksam und haben das Smartphone von morgens bis abends bei uns, wir sind jederzeit bereit zu reagieren. Wir sind die ganze Zeit “on”. Dabei können allein unsere Gedanken schon den Sympathikus aktivieren -beim bloßen Gedanken an das, was wir am Tag alles erledigen müssen. Der Stresspegel steigt, die Herzfrequenz steigt, Stresshormone werden ausgeschüttet.


Der Parasympathikus ist für die Entspannung und Verdauung zuständig. Nach dem Essen wird er üblicherweise aktiv, um das Essen zu verdauen. Er sorgt auch für Regeneration, Ruhe und Entspannung, daher spricht man bei ihm auch vom “Rest and Digest”- Modus. Leider ist dies der Zustand, in den wir heutzutage viel zu selten bewusst gelangen. Durch ein Sound Bath, einen Spaziergang in der Natur, durch Massage, Atemübungen, Meditation oder andere entspannende Dinge beeinflussen wir den Parasympathikus.

Es geht um das bewusste Abschalten. Mal nichts machen, keine Inhalte konsumieren, nicht funktionieren oder noch etwas von der To-do-Liste abarbeiten, sondern einfach nur sein. Wir heißen schließlich “human being” und nicht “human doing”.


In unserer Leistungsgesellschaft und im Dauerstress, in dem sich die meisten von uns befinden, ist ein ausgewogenes Gleichgewicht nicht vorhanden.


Wir sind die ganze Zeit in Alarmbereitschaft - von morgens, wenn wir aufwachen und direkt unsere Mails checken, bis kurz vor dem Schlafengehen. Dadurch kommt die natürliche Regeneration und die nötige Entspannung zu kurz. Je mehr wir lernen, auch im Alltag von der Anspannung zur Entspannung zu gelangen, und Sympathikus und Parasympathikus im Gleichgewicht zu halten, umso ausgeglichener werden wir uns fühlen. Bei einem Sound Bath wird der Parasympathikus durch die Entspannung, den Klang und die Vibration stimuliert - der Körper kann sich entspannen und endlich “runterkommen”.


Was verbirgt sich noch hinter dem Gedanken “in Balance zu sein”, und warum sprechen wir immer wieder von “Sound Healing”?


Heilung ist ein Zustand von Balance. Wenn wir im Gleichgewicht sind, kann Heilung entstehen.


Wenn unser Körper zu sauer oder zu basisch sind, ist unser System im Ungleichgewicht.

Doch wie geschieht dies? Wenn wir zum Beispiel zu sehr im Sympathischen Nervensystem oder zu sehr im Parasympathikus leben, wenn wir zu viel Yang und zu wenig Yin haben etc. es gibt unterschiedliche Konzepte, um den Gedanken der Balance zu verstehen, aber bei allen zielt es darauf ab, dass es für unser Wohlbefinden und für unsere Heilung wichtig und essentiell ist, im Gleichgewicht zu sein. Wenn wir unser Leben in der heutigen Gesellschaft betrachten, stellt dies für viele Menschen eine Herausforderung dar. Sound hilft uns dabei und ist ein super Tool um ins Gleichgewicht und damit Heilung entstehen zu lassen.


Unser Körper ist genetisch so vorprogrammiert, dass er in der Lage ist sich selbst zu

heilen, wenn wir ihm eine Chance dazu geben.

Die meisten kennen es, wenn auf einmal ein Lied im Radio läuft und einem die Tränen kommen oder man zuerst schlechte Laune hat und durch ein Lied man laut mitsingt und die Stimmung von einer Sekunde auf die nächste ändert. Wir verbinden mit Musik viele Erinnerungen und unser Körper und Geist wird schnell von Musik stimuliert.

Bestimmte Musik kann eine heilsame Wirkung haben, indem sie den Körper dabei unterstützt, in seinen natürlichen Zustand der Balance und Harmonie zurückzukommen. In diesem Stadium der Forschung und Entwicklung ist es sowohl politisch inkorrekt als auch rechtlich unverantwortlich, zu behaupten, dass eine bestimmte Musikauswahl eine bestimmte körperliche Krankheit heilen kann. Der gemeinsame Nenner der meisten Ansätze ist, dass der Körper sich in einem Zustand tiefer Entspannung am effektivsten selbst heilt. Die Verwendung von Musik, um "die Entspannungsreaktion" hervorzurufen, ist eine der einfachsten und effektivsten Methoden überhaupt. Da der menschliche Körper zu mehr als siebzig Prozent aus Wasser besteht und sich Schall fünfmal effizienter durch Wasser als durch Luft ausbreitet, ist die direkte Stimulierung des Körpers mit Tonfrequenzen ein hochwirksames Mittel zur Stimulierung des gesamten Körpers, insbesondere auf zellulärer Ebene.


Unser gesamter Körper reagiert auf Klang. Jedes Atom, jedes Molekül, jede Zelle und jede Drüse schwingt auf einer bestimmten Frequenz und kann daher durch eine äußere Frequenz in Resonanz gebracht werden, am angenehmsten als musikalischer Ton.


Wenn ein Organ oder ein Körperteil gesund ist, erzeugt es eine natürliche

Resonanzfrequenz, die mit dem Rest des Körpers harmoniert.



Wenn die Schwingung eines Körperteils aus der Harmonie gerät, bedeutet das Unwohlsein. Bei Unwohlsein wird ein abweichendes Klangmuster im betroffenen Körperteil erzeugt. Bei der Heilung mit Klang gibt es unterschiedliche Methoden: Sound Bath sind eine davon, Chants und Mantras stellen weitere dar. Heilung ist der Zustand von Balance und Harmonie.


Musik kann Stress abbauen und die Entspannung fördern, was ein Schlüssel zur Unterstützung des Immunsystems und der angeborenen Heilungsenergien ist. Aber nur, wenn es die richtige Art von Musik ist. Die meiste Musik ist zu schnell oder "hektisch" und hindert uns daran, die heilende Wirkung unserer Entspannungsreaktion zu erfahren.


Wenn das Tempo schneller als 60 Schläge pro Minute ist, befindest du dich oberhalb des Bereichs der physiologischen Entspannung. Der Versuch, sich bei schneller Musik zu entspannen, ist so, als würde man zwei Tassen Kaffee trinken und versuchen,

einzuschlafen.

 

Eines der vielen Wunder des menschlichen Körpers ist, dass er sich selbst heilen kann. Du bist also dein eigener Heiler!